Kinderdorfmutter Ausbildung

Als Kinderdorfmutter von Null auf Fünf

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Als Kinderdorfmutter gestartet

Schwester Martha hat als Kinderdorfmutter die ersten Kinder aufgenommen

Schwester Martha, seit Mai in Bergisch Gladbach als Kinderdorfmutter aktiv, blickt auf ereignisreiche Monate zurück. Binnen kurzer Zeit nahm sie vier Kleinkinder als Kinderdorfmutter auf. Im Oktober folgte mit der kleinen Schwester eines Jungen das Fünfte. Vorerst ist die Kinderdorffamilie komplett, was auch daran liegt, dass Haus Henrika eigentlich kein richtiges Haus ist. Die ehemalige Mitarbeiterwohnung wurde liebevoll renoviert zum Zuhause auf Zeit. Geplant ist, bald in eines der derzeit noch belegten Häuser zu wechseln.

So wohnt die Kinderdorfmnutter mit ihrer Familie

Schon im Flur, der zur Wohnung der Kinderdorffamilie hinauf führt, sieht man, hier leben fünf muntere Kleinkinder. Gummistiefel stehen herum, kleine Fahrräder, Roller, Bobby Cars bilden den Fuhrpark vor der Haustür. Wann immer sie können, düsen die Vier damit auf dem Kirchplatz herum. Sie malen sich Straßen und alles, was die kindliche Fantasie so braucht, um spielen zu können. Bis auf einen besuchen alle Kinder Kindergärten in der Nähe. „Wir haben großes Glück gehabt, dass das so schnell funktioniert hat“, freut sich Kinderdorfmutter Schwester Martha.

Das Leben in der Kinderdorffamilie

Die Kinder haben Freundschaften im Kinderdorf geschlossen. Der Alltag der neuen Kinderdorffamilie hat sich langsam eingespielt. Trotzdem: „Man muss sich immer bewusst sein, dass die Kinder Eltern haben und dass es nicht die eigenen Kinder sind. Eine gewisse professionelle Distanz muss man sich halten“, sagt die Kinderdorfmutter. Etwa, wenn die Kinder behaupten, dass sie in ihrem früheren Zuhause etwas dürften, was im Kinderdorf verboten ist.

Das Elektro-Lastenfahrrad gehört für die Kinderdorfmutter zum Fuhrpark dazu

Für Schwester Martha als Kinderdorfmutter ist ihr Elektro-Lastenfahrrad das wichtigste Transportmittel. Als Schwester hat sie anders als die anderen Kinderdorfmütter kein eigenes Auto. Sie ist auf den immer gut gebuchten Fuhrpark des Kinderdorfes angewiesen. Um trotzdem flexibel zu sein, kam die Idee mit dem Lasten E-Bike, für das die Schwestern Sponsoren fanden.

Als Kinderdorfmutter angekommen

Wie alle anderen Kinderdorfmütter hat auch Schwester Martha ein Anwärterjahr im Kinderdorf gemacht. Hinzu kam der Weg in den Orden, den sie 2011 begann. Von Beruf ist die gebürtige Kölnerin Sonderschullehrerin. Als solche arbeitete sie zehn Jahre in Bremen. Für den Orden war sie zunächst in Eltville, wo sie auch in einer Kinderdorffamilie eingesetzt war. Die Entscheidung, sich als Kinderdorfmutter zu engagieren, reifte in dieser Zeit. Bereut hat sie die Entscheidung trotz des oft herausfordernden Alltags nie. „Aber ab und an mal eine Nacht durchschlafen, das wäre schön“, sagt die 43-Jährige und schmunzelt.

Daniela Fobbe-Klemm

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